Blockflöte Solo

Eine Videoserie von Rolf Mäder mit Con­rad Stein­mann

Mandilá­tos
Trad. aus Nordthrakien/Griechenland, nach ein­er Fel­dauf­nahme 1973 mit Nikos Strikos, lýra, und Ioan­nis Pouli­me­nou, daoúli.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Sopran­block­flöte in c‘‘ (Rosen­borg) von Evgenij Ilar­i­onov, Kiew.
Gespielt vor dem 3‑teiligen „Rorschach Screen“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).


Qale Gniz­za
8. Kirchen­ton der Qale Gniz­za, ev. aus dem 6. Jh., über­liefert durch den Archidi­akon Asmar aus Beirut, mit einem Kom­men­tar vom 20. August 2019 von Con­rad Stein­mann.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance-Bass­block­flöte in C von Bob Mar­vin, 1991.
Gespielt vor der Skulp­tur „Enve­lope of pul­sa­tion 1“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).


Con­rad Stein­mann: vivace e suave (2017)
für 1 Alt­block­flöte
mit Dank an Sylve­stro (Ganas­si) und Ivo (Dim­chev) für Inspi­ra­tio­nen


Plačí, plačí, naplačí se (trad. aus Bul­gar­ien)

Weine, weine, Marí Máro ejo,
Weine dich aus,
Vor­bei ist Deine Mäd­chen­zeit…

Con­rad Stein­man spielt auf ein­er Rafi-Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew)


Con­rad Stein­mann: alfa­bet (2010)
für eine Bass­block­flöte
inspiri­ert durch das Gedicht „alfa­bet“ der dänis­chen Lyrik­erin Inger Chris­tensen und geschrieben zu „Alif Beh“ des ägyp­tis­chen Kün­stlers Hazem El Mestikawy.


Jacob van Eyck (um 1590–1657):
Pavaen Lachry­mae, aus: Der Fluyten Lust-hof, Utrecht 1644
nach “Lachri­mae Anti­quae” von John Dow­land.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance­flöte in g‘ aus Mam­mut, von Taavi-Mats Utt (Est­land), 2003.


Con­rad Stein­mann: sopra il lamen­to di Reso per sopra­no solo (2014)
Para­phrase zum « Lamen­to » für Quer­flöte solo von Reso Kik­nadze (Georgien)


Con­rad Stein­mann: 4pm (2013)
für eine möglichst eng men­su­ri­erte Renais­sancetenor­flöte in c‘‘

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew) nach einem Mod­ell von Claude Rafi, Lyon, um 1540, auf der Stimm­ton­höhe von 465

Diese ganze Videoserie mit Con­rad Steimann erweckt in mir das, was Hei­deg­ger “unheim­lich” nen­nt. Nicht unheim­lich im Sinne von gespen­stisch, son­dern im Sinne von nicht-heimisch. Wenn man plöt­zlich in eine völ­lig fremde Land­schaft tritt, in der alles Bekan­nte wegfällt und sich die Struk­turen dessen, was man ist und ken­nt auflösen, so dass wirk­lich Neues geschehen kann.
Es ist sehr schön, wie die Ruhe der Kör­per­hal­tung des Kün­stlers mit der Stille der Umbe­gung ver­schmilzt und dadurch die Musik fast völ­lig aus dem Leeren zu kom­men scheint. Fast, als sei die Musik hier ein Spie­len dessen, was son­st wed­er Sprache noch Ton besitzt.  Andrew Schaad