Blockflöte Solo

Eine Videoserie von Rolf Mäder mit Con­rad Steinmann

Vir­go, sidus aureum” aus dem Codex Las Huel­gas (Bur­gos), um 1300.
Bear­beitung Con­rad Steinmann.

Instru­ment: Sopran­block­flöte (Rosen­borg) in 465 Hz. von Fred­er­ick G. Mor­gan, 1983; Ahorn.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Nach dem Madri­gal “Io son fer­i­to” von Palest­ri­na, um 1525 – 1594, und den Diminu­tio­nen von G. B. Bovi­cel­li, 1550 bis um 1594, aus seinen “Regole, pas­sag­gi di musi­ca”, Venezia 1594. Solover­sion von Con­rad Stein­mann 2020.

Instru­ment: Block­flöte in g‘ nach Bas­sano von Taavi-Mats Utt, 2001; in Mammutelfenbein,

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.


Ikt­suar­pok (2020) von Con­rad Stein­mann (*1951)
Ober­ton­flöte aus Plex­i­glas in F auf 465 Hz. von Lukas Rohn­er, 2006.

Ikt­suar­pok ist ein Wort aus der Sprache der Grön­ländis­chen Inu­it und beze­ich­net das sehn­suchtsvolle Gefühl eines Inu­it, der aus seinem Iglu tritt, um mit seinen Augen den weit­en Hor­i­zont abzu­tas­ten, in der vagen Hoff­nung, einen möglichen Besuch­er zu entdecken.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.


Alrune (Ur- Fas­sung, 1979) von Roland Moser (1943*)
Con­rad Stein­mann, Okarina.

Instru­ment: Oka­ri­na in c‘‘, EWA Vien­na, um 1920, aus dem Besitz des Gross­vaters von Roland Moser; gebran­nter Ton.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Mandilá­tos
Trad. aus Nordthrakien/Griechenland, nach ein­er Fel­dauf­nahme 1973 mit Nikos Strikos, lýra, und Ioan­nis Pouli­me­nou, daoúli.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Sopran­block­flöte in c‘‘ (Rosen­borg) von Evgenij Ilar­i­onov, Kiew.
Gespielt vor dem 3‑teiligen „Rorschach Screen“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).


Qale Gnizza
8. Kirchen­ton der Qale Gniz­za, ev. aus dem 6. Jh., über­liefert durch den Archidi­akon Asmar aus Beirut, mit einem Kom­men­tar vom 20. August 2019 von Con­rad Steinmann.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance-Bass­block­flöte in C von Bob Mar­vin, 1991.
Gespielt vor der Skulp­tur „Enve­lope of pul­sa­tion 1“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).


Con­rad Stein­mann: vivace e suave (2017)
für 1 Altblockflöte
mit Dank an Sylve­stro (Ganas­si) und Ivo (Dim­chev) für Inspirationen


Plačí, plačí, naplačí se (trad. aus Bulgarien)

Weine, weine, Marí Máro ejo,
Weine dich aus,
Vor­bei ist Deine Mädchenzeit…

Con­rad Stein­man spielt auf ein­er Rafi-Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew)


Con­rad Stein­mann: alfa­bet (2010)
für eine Bassblockflöte
inspiri­ert durch das Gedicht „alfa­bet“ der dänis­chen Lyrik­erin Inger Chris­tensen und geschrieben zu „Alif Beh“ des ägyp­tis­chen Kün­stlers Hazem El Mestikawy.


Jacob van Eyck (um 1590–1657):
Pavaen Lachry­mae, aus: Der Fluyten Lust-hof, Utrecht 1644
nach “Lachri­mae Anti­quae” von John Dowland.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance­flöte in g‘ aus Mam­mut, von Taavi-Mats Utt (Est­land), 2003.


Con­rad Stein­mann: sopra il lamen­to di Reso per sopra­no solo (2014)
Para­phrase zum « Lamen­to » für Quer­flöte solo von Reso Kik­nadze (Georgien)


Con­rad Stein­mann: 4pm (2013)
für eine möglichst eng men­su­ri­erte Renais­sancetenor­flöte in c‘‘

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew) nach einem Mod­ell von Claude Rafi, Lyon, um 1540, auf der Stimm­ton­höhe von 465

Diese ganze Videoserie mit Con­rad Steimann erweckt in mir das, was Hei­deg­ger “unheim­lich” nen­nt. Nicht unheim­lich im Sinne von gespen­stisch, son­dern im Sinne von nicht-heimisch. Wenn man plöt­zlich in eine völ­lig fremde Land­schaft tritt, in der alles Bekan­nte wegfällt und sich die Struk­turen dessen, was man ist und ken­nt auflösen, so dass wirk­lich Neues geschehen kann.
Es ist sehr schön, wie die Ruhe der Kör­per­hal­tung des Kün­stlers mit der Stille der Umbe­gung ver­schmilzt und dadurch die Musik fast völ­lig aus dem Leeren zu kom­men scheint. Fast, als sei die Musik hier ein Spie­len dessen, was son­st wed­er Sprache noch Ton besitzt.  Andrew Schaad