Conrad Steinmann, Blockflöte und Aulos

geboren 1951 in der Schweiz. Studi­um der Block­flöte an der Schola Can­to­rum Basilien­sis bei Hans-Mar­tin Linde. 1972 Gewin­ner des 1.Internationalen Block­flöten­wet­tbe­werbs in Brügge (Bel­gien). Seit 1974 in Win­terthur ansäs­sig. 1975–1982 Lehrtätigkeit an der Zürcher Musikakademie. 1982 Beru­fung zum Dozen­ten an der Schola Can­to­rum in Basel.

1991 Zuerken­nung des Kun­st­preis­es der C.H. Ernst-Stiftung in Win­terthur, 2016 des  Kun­st­preis­es von Zollikon/Zürich . Konz­erte brin­gen ihn in alle europäis­chen Zen­tren, nach Moskau, Est­land, Georgien, nach Japan und regelmäs­sig in den Nahen Osten, nach Südameri­ka und Indi­en eben­so wie nach Aus­tralien, früher vor allem mit dem “Ensem­ble 415” und Lon­don Baroque, heute mit dem Block­flöte­nensem­ble “difer­en­cias” und mit „Melpomen“.

Von 1976 bis 2015 Zusam­me­nar­beit mit Niko­laus Harnon­court an der Zürcher Oper und mit seinem „Con­cen­tus Musi­cus“ mit Musik von Mon­tever­di, Mozart und Beethoven (V. Sym­phonie). Zahlre­iche Auf­nah­men, zulet­zt bei DIVOX: “Echo”, “Giorno e Notte” (Block­flötenkonz­erte von Vival­di) und bei Musiques Suiss­es SWISS MADE mit difer­en­cias. Ini­tiant und Organ­isator von Inter­na­tionalen Block­flö­tent­a­gen (Begeg­nung Schweiz Osteu­ropa 1993; Begeg­nung mit Ital­ien 1997 “incon­tro” und der ara­bis­chen Welt im Sept. 2001mit “Jadal” in Basel und Kairo).

Als Aulos-Spiel­er zeigt er ein einzi­gar­tiges Engage­ment für die Musik des Antiken Griechen­lands. Inten­sive und lange Zusam­me­nar­beit mit dem Instru­menten­bauer Paul J. Reich­lin, dessen rekon­stru­ierte Instru­mente Grund­lage sind für die von ihm neu imag­inierte Musik des 5.und 6. Jh.v.Chr. Mit seinem Ensem­ble „Melpomen“ hat er bish­er 4 Pro­gramme erar­beit­et (“Melpomen”, “Olym­pi­onikais oder Pin­dars Oden” zum Abschluss der Olymp­is­chen Spiele in Athen 2004, „Sap­pho“ und neu „CHOROS“ mit Musik zu griechis­chen Tragö­di­en ) Die CD „Melpomen Ancient Greek Music“ (Har­mo­nia Mundi/Schola 905263) wurde mit einem “dia­pa­son d’or” aus­geze­ich­net. Die zweite CD „Sap­pho and her time“ mit Musik zum 6.Jh.v.Chr. erschien bei Sony. Stipen­di­at des Schweiz­erischen Nation­al­fonds und der Stavros Niar­chos-Stiftung.

2016 Veröf­fentlichung seines Buch­es „Drei Flöten für Peter Bich­sel“, Vom Zauber der Block­flöte, 23 Musik-Geschicht­en (Ver­lag Rüffer&Rub, Zürich).