Blockflöte Solo

Eine Videoserie mit Con­rad Stein­mann von Chan­dra Rolf Mäder

Telemann, Fantasia 1 A‑dur

Georg Philipp Tele­mann (1681–1767), Fan­ta­sia 1 in A‑Dur: Vivace/ Alle­gro (transponierte Fas­sung der Fan­ta­sia 1 in D‑Dur aus den «Fan­tasie per il Vio­li­no (sic!) sen­za Bas­so Tele­mann», wahrschein­lich 1732,TWV 40:2–13)

Con­rad Stein­mann, Block­flöte in g‘ von Eti­enne Holm­blat nach Peter (Pierre Jail­lard) Bressan

Auf­nahme am 11. April 2024 in der Klosterkirche Ittingen/TG

Telemann, Fantasie 3 in a‑moll

Georg Philipp Tele­mann (1681–1767), Fan­ta­sia 3 in a‑moll: Largo/Vivace/Largo/Vivace, Alle­gro (transponierte Fas­sung der Fan­ta­sia 3 in h‑moll aus den «Fan­tasie per il Vio­li­no (sic!) sen­za Bas­so Tele­mann», wahrschein­lich 1732,TWV 40:2–13)

Con­rad Stein­mann, Block­flöte in c‘‘ von Eti­enne Holm­blat nach dem Instru­ment von (Johann) * Heitz, Berlin, um 1720 (?) im Musée de la Musique, Cité de la Musique. Paris.

Block­flöte in c‘‘ von Eti­enne Holm­blat nach dem Instru­ment von (Johann) * Heitz, Berlin, um 1720 (?) im Musée de la Musique, Cité de la Musique. Paris.

Aufgenom­men in der Kirche Ober­mut­ten am 14./15. August 2023
Die Kirche Ober­mut­ten (Gemeinde Thusis/GR) ist der einzige Sakral­bau in der Schweiz, der gän­zlich aus Holz beste­ht. Zudem ist sie auf 1863 M. ü. M die höch­st­gele­gene Holzkirche in Europa. Erbaut wurde sie 1718 aus Lärchenholz.

Telemann, Fantasia 7 D‑dur

Georg Philipp Tele­mann (1681–1767), Fan­ta­sia 7 in D‑Dur: Alla Francese/Presto (transponierte Fas­sung in Es-Dur, aus den «Fan­tasie per il Vio­li­no (sic!) sen­za Bas­so Tele­mann», wahrschein­lich 1732,TWV 40:2–13)

Block­flöte in es‘ von Fred­er­ick G. Mor­gan, 1996, nach einem Instru­ment von Peter (Pierre Jail­lard) Bres­san, auf­be­wahrt im Grosvenor Muse­um in Chester (GB).
Das Orig­i­nal des hier gespiel­ten Instru­ments hat eine inter­es­sante Geschichte: Charles Dieu­part ver­langt in seinen « six Suittes de Clavessin…composées & mis­es en con­cert pour un Vio­lon & Flûte avec une Basse de Vio­le & un Archi­lut… » (1711, Ams­ter­dam) zunächst eine flute de voix in d’, während er für die Suit­en V und VI in F bzw. f eine «flûte du qua­tre» vorschreibt, was noch stets für Ver­wirrung bzw. für ver­meintliche Sicher­heit sorgt. Ein Instru­ment in es‘ – eine Art flûte de voix für b‑Tonarten – bespielt wie sein etwas grösseres Pen­dant in d‘ diesel­ben, eher tief gele­ge­nen Reg­is­ter, was vorzüglich zu dieser Musik passt. Es ver­mei­det dergestalt ein weites Auseinan­derk­laf­fen von Ober­stimme und Bass, was mit ein­er Sopran­flöte in b‘ zwangsläu­fig der Fall wäre. (Auch existiert, soweit ich weiss, kein einziges Stück für Sopran­flöte mit BC.) Man kön­nte also annehmen, dass das erhal­tene Instru­ment von Bres­san genau zum Spiel der Dieu­part Suit­en V und VI diente oder gar dafür eigens ange­fer­tigt wurde. Diese Ver­mu­tung teilte auch Fred Mor­gan (1940 – 1999), der leg­endäre Block­flöten­bauer aus Daylesford/Australien.

(Siehe auch: Con­rad Stein­mann, Quar­ten­mechanik, in: Drei Flöten für Peter Bich­sel, Zürich 2017).

Auf­nahme am 11. April 2024 in der Klosterkirche Ittingen/TG

Telemann, Fantasie X in a‑moll

Georg Philipp Tele­mann (1681–1767), Fan­tasie X in a‑moll: Tem­po giusto/ Presto/Moderato (transponierte Fas­sung der Fan­tasie in fis- moll aus den «Fan­tasie per il Vio­li­no (sic!) sen­za Bas­so Tele­mann», wahrschein­lich 1732,TWV 40:2–13)

Con­rad Stein­mann, Alt­block­flöte von Eti­enne Holm­blat nach einem Instru­ment von Johann Heytz, Berlin, um 1720.

Zur Entste­hung dieses ausseror­dentlichen Instru­ments kannst Du fol­gende Geschichte lesen: „Schild­kröten­wege oder die Fir­ma Johann & Eti­enne“, in: Con­rad Stein­mann, Drei Flöten für Peter Bich­sel , vom Zauber der Blockflöte.

Aufgenom­men am 8. Juli 2022 im Gob­elinz­im­mer des Wildtschen Haus­es, Basel.

Virgo, sidus aureum

Vir­go, sidus aureum” aus dem Codex Las Huel­gas (Bur­gos), um 1300.
Bear­beitung Con­rad Steinmann.

Instru­ment: Sopran­block­flöte (Rosen­borg) in 465 Hz. von Fred­er­ick G. Mor­gan, 1983; Ahorn.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Io son ferito

Nach dem Madri­gal “Io son fer­i­to” von Palest­ri­na, um 1525 – 1594, und den Diminu­tio­nen von G. B. Bovi­cel­li, 1550 bis um 1594, aus seinen “Regole, pas­sag­gi di musi­ca”, Venezia 1594. Solover­sion von Con­rad Stein­mann 2020.

Instru­ment: Block­flöte in g‘ nach Bas­sano von Taavi-Mats Utt, 2001; in Mammutelfenbein,

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Pavaen Lachrymae


Jacob van Eyck (um 1590–1657):
Pavaen Lachry­mae, aus: Der Fluyten Lust-hof, Utrecht 1644
nach “Lachri­mae Anti­quae” von John Dowland.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance­flöte in g‘ aus Mam­mut, von Taavi-Mats Utt (Est­land), 2003.

Conrad Steinmann, Ein nächtliches Ständchen mit Sammartini und Vivaldi


Con­rad Stein­mann, 12/8 — Pas­tic­cio (aus : Con­cer­to per la Flau­ta di Giuseppe San Mar­ti­ni und Con­cer­to per flauti­no (del Vival­di) RV 443, Tori­no : Gior­dano 31, um 1722)

Con­rad Stein­mann, Block­flöte in c‘‘ von Eti­enne Holm­blat nach dem Instru­ment von (Johann) * Heitz, Berlin, um 1720 (?) im Musée de la Musique, Cité de la Musique. Paris.

Aufgenom­men in der Kirche Ober­mut­ten am 14./15. August 2023
Die Kirche Ober­mut­ten (Gemeinde Thusis/GR) ist der einzige Sakral­bau in der Schweiz, der gän­zlich aus Holz beste­ht. Zudem ist sie auf 1863 M. ü. M die höch­st­gele­gene Holzkirche in Europa. Erbaut wurde sie 1718 aus Lärchenholz.

Stücke für Flageolet

An Entry/ La Beauford/ New Provo/ Nightingale/ Budro, an Irish Dance

Mit Aus­nahme der «Nightin­gale», die erst­mals im „Pleas­ant Com­pan­ion: OR NEW LESSONS and INSTRUCTIONS for the Fla­gelet By Thomas Greet­ing, Gent. LONDON, stam­men die anderen Stücke aus dem «Apollo’s Ban­quet, con­tain­ing instruc­tions, and vari­ety of the Newest Tunes, Ayres, Jig­gs, and Min­uets, for the TREBLE VIOLIN, now in use at Pub­lick The­atres, and at Danc­ing-schools, being most of them in the Com­pass both of the FLUTE, and FLAGELET.

Fla­geo­let von Fred­er­ick G. Mor­gan, Daylesford/Australia, 1984, nach einem anony­men Instru­ment um 1800 in Hz. 415.

Aufgenom­men am 24. Juni 2022 auf der Mörsburg.

Qale Gnizza


8. Kirchen­ton der Qale Gniz­za, ev. aus dem 6. Jh., über­liefert durch den Archidi­akon Asmar aus Beirut, mit einem Kom­men­tar vom 20. August 2019 von Con­rad Steinmann.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Renais­sance-Bass­block­flöte in C von Bob Mar­vin, 1991.
Gespielt vor der Skulp­tur „Enve­lope of pul­sa­tion 1“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).

Bulgarisches Volkslied


Plačí, plačí, naplačí se (trad. aus Bulgarien)

Weine, weine, Marí Máro ejo,
Weine dich aus,
Vor­bei ist Deine Mädchenzeit…

Con­rad Stein­man spielt auf ein­er Rafi-Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew)

Mandilátos


Trad. aus Nordthrakien/Griechenland, nach ein­er Fel­dauf­nahme 1973 mit Nikos Strikos, lýra, und Ioan­nis Pouli­me­nou, daoúli.

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Sopran­block­flöte in c‘‘ (Rosen­borg) von Evgenij Ilar­i­onov, Kiew.
Gespielt vor dem 3‑teiligen „Rorschach Screen“ von Peter Ran­dall-Page anlässlich sein­er Solo exhi­bi­tion im Kloster Schönthal/Langenbruck (Schweiz).

Conrad Steinmann: Steps I & steps II (2023) für Sopranblockflöte

Con­rad Stein­mann: steps I [sink­ing], Prélude und The­ma mit 12 Varianten/
steps II [ris­ing] (2023)

Con­rad Stein­mann, Sopran­flöte der Fir­ma Küng, Schaffhausen

Aufgenom­men in der Kirche Ober­mut­ten am 14./15. August 2023
Die Kirche Ober­mut­ten (Gemeinde Thusis/GR) ist der einzige Sakral­bau in der Schweiz, der gän­zlich aus Holz beste­ht. Zudem ist sie auf 1863 M. ü. M die höch­st­gele­gene Holzkirche in Europa. Erbaut wurde sie 1718 aus Lärchenholz.

Conrad Steinmann, Alghoza (2023)

Con­rad Stein­mann, Dop­pelflöte [Alghoza] aus Rajasthan

Aufgenom­men in der Kirche Ober­mut­ten am 14./15. August 2023
Die Kirche Ober­mut­ten (Gemeinde Thusis/GR) ist der einzige Sakral­bau in der Schweiz, der gän­zlich aus Holz beste­ht. Zudem ist sie auf 1863 M. ü. M die höch­st­gele­gene Holzkirche in Europa. Erbaut wurde sie 1718 aus Lärchenholz.

Conrad Steinmann, Hommage à Hans Krüsi (2023)


Con­rad Stein­mann, cru? si! Hom­mage à Hans Krüsi (2023)

(Dop­pelflöte von Paul J. Reich­lin, 1987, linke Flöte mit Lapis­lazuli gefärbt, später von Hans Krüsi bemalt ca. 1989)

Auf­nahme am 11. April 2024 in der Ausstel­lung von Hans Krüsi im Kun­st­mu­se­um Ittin­gen. Mit bestem Dank an die Muse­um­sleitung für die Erlaub­nis der Aufnahme.

Siehe auch: Con­rad Stein­mann, HsK oder: Wie aus einem Netz ein Schlüs­seltanz, in: Drei Flöten für Peter Bich­sel, vom Zauber der Block­flöte. Rüf­fer & Rub, 2016.

Music for a Bird

Music for a Bird (1968) von Hans-Mar­tin Linde. Con­rad Stein­mann Altblockflöte

Brief von Con­rad Stein­mann zum 95. Geburt­stag von Hans- Mar­tin Linde am 24. Mai 2025:

Es war ein­mal ein japanis­ch­er Vogel, der liebte Musik über­aus. Ganz beson­ders ange­tan war er von Flöten­musik. Seine englis­chen Vor­fahren, so hat­te man ihm erzählt, hat­ten ja das Glück, dass noble Leute ihnen Melo­di­en auf kleinen Flöten so lange vor­spiel­ten, bis sie sie nachträllern kon­nten. Das Beste dabei war, dass jed­er Vogel seine eigene Melodie bekam. Unser Vogel erin­nerte sich daran und so wollte er unbe­d­ingt auch eine eigene Musik bekom­men. Er bat lange darum und schliesslich bekam er sie auch, seine “Music for a Bird”.

Eigentlich geht die Geschichte doch etwas anders: Hans-Mar­tin Linde war 1967 schon so berühmt, dass er zum drit­ten Mal nach Japan ein­ge­laden war, um dort seine Kün­ste auf aller­lei ver­schiede­nen Block­flöten vorzuführen. Man kann sich gut vorstellen, dass er auch seine eige­nen “Fan­tasie e Scherzi” spielte. Jeden­falls kam nach einem Konz­ert in Tokio ein Herr ins Kün­stlerz­im­mer, nicht nur, um ihm mit gross­er Ver­beu­gung seinen Dank auszus­prechen, aber auch um mit einem Wun­sch an ihn her­anzutreten. Ob er denn bere­it wäre, eine Art Begleit­musik zu schreiben für ihn als Pan­tomi­men, eine Art Vogel­men­sch-Musik. Auch jet­zt kann man sich gut vorstellen, dass Linde-san von dieser Idee sosehr ange­tan war, dass man sich nicht nur über den Zeit­punkt der Fer­tig­stel­lung der Musik, son­dern auch über die Grösse des Hon­o­rars sogle­ich einig war.

Monate später und nach vielem Exper­i­men­tieren war das Stück endlich zu Papi­er gebracht. Das Hon­o­rar war auch pünk­tlich über­wiesen, nur der Auf­tragge­ber sel­ber, der Vogel­pan­tomine, war und blieb selb­st nach mehrma­ligem Kon­tak­tver­such spur­los verschwunden.
Der japanis­che Vogel war weg, so wie die dama­li­gen englis­chen Vögel schon lange ver­schwun­den sind. Aber wie deren Musik uns als “Bird Fan­cy­ers Delight” erhal­ten blieb, bleibt uns zum Glück auch die ewig frische “Music for a Bird”.

Lieber Hans-Mar­tin,
ich habe nachgerech­net: Als Du Deinen Klas­sik­er, Deine “Music for a Bird” schrieb­st, war ich seit kurzem erst Dein Pri­vatschüler. Du hast mich mit Dein­er Musik ermutigt, eigene Töne zu find­en. Dafür kann ich Dir nicht genug danken!
In langer her­zlich­er Ver­bun­den­heit bleibe ich
Dein Conrad

Con­rad Stein­mann, im Mai 25

Trinity4, from noise to tale

Con­rad Stein­mann: Tenor­flöte in c‘ (440 Hz) von Yamaha
Robin Michel: Klanginstallation
Lau­ra Mietrup: Klangskulp­turen. https://lauramietrup.com/
Chan­dra Mäder: Video­pro­duk­tion. https://photo-by-chandra.com/

Aufgenom­men am 7.11.2022 anlässlich der Ausstel­lung „base­ment hum“ im Ausstel­lungsraum Klin­gen­tal, Basel

Inspiri­ert von sum­menden Geräuschen von Strom- und Lüf­tungss­chächt­en zeigt die Ausstel­lung „base­ment hum“ Klangskulp­turen, die durch ein Leitungssys­tem zu ein­er Rau­min­stal­la­tion ver­bun­den wer­den. Mit den Klangskulp­turen von Lau­ra Mietrup wer­den Lüf­tungss­chächte formell nachemp­fun­den und frei inter­pretiert. Die indus­triell anmu­ten­den Leitun­gen bilden eine drei­di­men­sion­ale Zeich­nung, welche sich gemein­sam mit den geräuschhaften, flächi­gen Klän­gen der Skulp­turen durch den Raum zieht. Die algo­rit­misch gener­ierten und sich nie wieder­holen­den Klänge von Robin Michel bilden dabei die Grund­lage, das „base­ment hum“, zum instant com­pos­ing von Con­rad Stein­mann. Eine vierte Ebene schliesslich kommt mit den ruhi­gen Video – Ein­stel­lun­gen von Chan­dra Mäder hinzu.

Oka and the Rhino

Oka and the Rhi­no: „The Beau­ty and the Beast“ for an Oca­ri­na in G

Con­rad Stein­mann: Oka­ri­na in G
Robin Michel: Klanginstallation
Lau­ra Mietrup: Klangskulp­turen. https://lauramietrup.com/
Chan­dra Mäder: Videoproduktion

Aufgenom­men am 7.11.2022 anlässlich der Ausstel­lung “base­ment hum” im Ausstel­lungsraum Klin­gen­tal, Basel

Flaschengeist mit Obertonflöte

Flaschengeist mit Ober­ton­flöte in der Hum­mzen­trale der Unterwelt

Con­rad Stein­mann: Ober­ton­flöte in F (a=465) von Lukas Rohner
Robin Michel: Klanginstallation
Lau­ra Mietrup: Klangskulp­turen. https://lauramietrup.com/

Aufgenom­men am 7.11.2022 anlässlich der Ausstel­lung “base­ment hum” im Ausstel­lungsraum Klin­gen­tal, Basel

vivace e suave


Con­rad Stein­mann: vivace e suave (2017)
für 1 Altblockflöte
mit Dank an Sylve­stro (Ganas­si) und Ivo (Dim­chev) für Inspirationen

Lamento


Con­rad Stein­mann: sopra il lamen­to di Reso per sopra­no solo (2014)
Para­phrase zum « Lamen­to » für Quer­flöte solo von Reso Kik­nadze (Georgien)

4pm


Con­rad Stein­mann: 4pm (2013)
für eine möglichst eng men­su­ri­erte Renais­sancetenor­flöte in c‘‘

Con­rad Stein­mann spielt auf ein­er Tenor­flöte von Evgen­ji Ilar­i­onov (Kiew) nach einem Mod­ell von Claude Rafi, Lyon, um 1540, auf der Stimm­ton­höhe von 465

alfabet


Con­rad Stein­mann: alfa­bet (2010)
für eine Bassblockflöte
inspiri­ert durch das Gedicht „alfa­bet“ der dänis­chen Lyrik­erin Inger Chris­tensen und geschrieben zu „Alif Beh“ des ägyp­tis­chen Kün­stlers Hazem El Mestikawy.

Iktsuarpok


Ikt­suar­pok (2020) von Con­rad Stein­mann (*1951)
Ober­ton­flöte aus Plex­i­glas in F auf 465 Hz. von Lukas Rohn­er, 2006.

Ikt­suar­pok ist ein Wort aus der Sprache der Grön­ländis­chen Inu­it und beze­ich­net das sehn­suchtsvolle Gefühl eines Inu­it, der aus seinem Iglu tritt, um mit seinen Augen den weit­en Hor­i­zont abzu­tas­ten, in der vagen Hoff­nung, einen möglichen Besuch­er zu entdecken.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Alrune


Alrune (Ur- Fas­sung, 1979) von Roland Moser (1943*)
Con­rad Stein­mann, Okarina.

Instru­ment: Oka­ri­na in c‘‘, EWA Vien­na, um 1920, aus dem Besitz des Gross­vaters von Roland Moser; gebran­nter Ton.

Auf­nah­men vom 6. Novem­ber 2020 im Kirch­lein Schuders.

Diese ganze Videoserie mit Con­rad Steimann erweckt in mir das, was Hei­deg­ger “unheim­lich” nen­nt. Nicht unheim­lich im Sinne von gespen­stisch, son­dern im Sinne von nicht-heimisch. Wenn man plöt­zlich in eine völ­lig fremde Land­schaft tritt, in der alles Bekan­nte wegfällt und sich die Struk­turen dessen, was man ist und ken­nt auflösen, so dass wirk­lich Neues geschehen kann.
Es ist sehr schön, wie die Ruhe der Kör­per­hal­tung des Kün­stlers mit der Stille der Umbe­gung ver­schmilzt und dadurch die Musik fast völ­lig aus dem Leeren zu kom­men scheint. Fast, als sei die Musik hier ein Spie­len dessen, was son­st wed­er Sprache noch Ton besitzt.  Andrew Schaad